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924 Heckrollo PDF
Reparaturanleitung Laderaumrollo 924 / 944 I:

Heute wollen wir uns in unserer Reihe "Zerstört, Zerlegt, Weggeworfen" der oft lasch durchhängenden Laderaumabdeckung der 924/944er Baureihen annehmen:

Situation:


Das bekannte Nachspannen des Aufwickelmechanismus (15 Umdrehungen der linken Rollokappe von 0 an) hatte bei mir zur Folge, dass sich dieser mit einem bedeutungsschwangeren "Boioioiongggg" ins Laderaumrollonirvana davon gemacht hat.

 Ein Bauteil, dass neu 1500 Euros kosten soll (oder warens DM? Egal - vielzuviel!) wirft man ja im Schadensfall nicht einfach weg, sondern zerlegt es zunächst, um evtl. noch was retten zu können.

Diagnose:

 Wie auf den Bildern zu erkennen ist, handelt es sich bei dem eigentlichen Mechanissmus um eine Spiralfeder und die eine Endkappe incl. Vierkant-Metallstift. (Bild 1 und 2)

bild1

bild2

 Das (in Einbaulage) innere, also zur Fahrzeugmitte hin gelegene, Ende der Feder ist umgebogen. (Bild 4) Das äußere Ende ist auf den weißen Plastikpfropfen aufgeschraubt, der auf der einen Seite des Aufwickelrohres eingepresst ist. (Bild 3 nach Entfernen des Rohres)
 In diesem Pfropfen ist eine Plastikachse drehbar gelagert.
 Auf der Aussenseite hat diese einen Innenvierkant eingebracht, in den beim Zusammenbau der Metallstift der einen Lagerschale eingreift. (Siehe Bild 3 – das kraterartig zerstörte graue Plastik im Zentrum des weißen Rundstücks)

bild3


 Die Gegenseite dieser grauen Kunststoff-Achse nimmt das umgebogene Federende auf. (Bild 4)

bild4

 Der Kraft-/Momenten-Schluss beim Ausziehen des Rollos sieht folgendermaßen aus:
 Rollo wird ausgezogen --> Aufwickelrohr dreht sich --> Der Pfropfen samt Aussenende der Feder dreht sich --> Der Metallstift hält per Vierkant die graue Achse, welche wiederum das Innenende der Feder hält.
 Damit wird die Feder tordiert und somit gespannt.

 Nun hat sich bei mir der Innenvierkant der Achse aufgelöst, wie ja auf Bild 3 zu sehen.
Habe hierzu nun in der Altmetallsammlung meines Nachbarn und mit Hilfe seiner Werkstatt eine – wie ich finde recht ordentliche - Lösung für das Problem gefunden:

 Wenn man sich die Bilder oben noch mal ansieht, dann erkennt man ja diesen Plastikstift, der sich in der Spiralfeder befindet.

 Dieses Teil galt es ja aufgrund des Schadens (3.Bild) in irgendeiner Form wieder herzustellen.

Instandsetzung:

Leider habe ich damals die Maße des Bauteils nicht notiert, aber mit Hilfe des ausgebauten Schadteils bekommt man die nötigen Abmessungen problemlos reproduziert.

 Nun das Problem: Wie bekomme ich den Innen-Vierkant in diesen Stahlstift? (entspr. Bild 3 - das Gegenstück zu Bild 2...) Wer hierfür spontan kein passendes Werkzeug zur Hand hat, möge akzeptieren, daß es unter Zugrundelegung einer gewissen Toleranz hinsichtlich der zu erreichenden Originalität genügt, einen länglichen Schlitz in der Welle einzubringen, in den der Metallvierkant (Bild 2) eintauchen kann.

 Also mit der Metall-Handsäge einen Schitt entlang der Mittelebene der Achse setzten, genau so wie es an der Gegenseite im Original ohnehin ausgeführt ist! Das ist ein ganz schönes Gefummel, zumal die Säge weniger als halb so breit ist, wie der Schlitz sein muss... Aber es geht! Nach ca. 30mm hatte ich keine Lust mehr und hab den (Außen-)Vierkantstift (Bild 2) einfach entsprechend gekürzt, zumal ich das gleiche ja auf der Gegenseite ja auch noch machen musste.


Wessen Toleranzgrenze hinsichtlich der einzuhaltenden Originalität und Rückbaubarkeit hier ernstlich in Mitleidenschaft gezogen wird, der möge die restlichen 65mm weiter sägen und an dieser Stelle aufhören, zu klagen!


Viel Erfolg!
Markus

 
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